Die isotonischen Künste

Die isotonischen Künste

Ich lese Hesse, höre Händel
Und sie sind wie Konzentrat
Wie eine Essenz von etwas
Das ich schon im Innern trag

Ich muss sie nicht zerkleinern
Ich muss sie nicht erst kauen
Sie sind mir wohlbekömmlich
Und einfach zu verdauen

Sie nähren mich, vermehren sich
Und gehen direkt ins Blut
Sind im Einklang mit dem Leben
Ihre Liebe tut mir gut

Ich lese Nietzsche und ich höre
Die Musik von Telemann
Und beide bieten meiner Seele
Gütig ihre Wärme an

Anregenden Hochgenuss
Wohltuende Köstlichkeit
Niemals kommt je aus der Mode
Was uns Hoffnung prophezeit

Ohne Widerstand und Schmerz
Greifen sie direkt ins Herz
Trösten mich und schenken einen
Treuen Freund mir im Geheimen

Ohne Ecken ohne Kanten
Formvollendet, mundgerecht
Ist die Anmut ihrer Größe
Die sich in mir niederlässt

Gleichgewicht und Harmonie
Schönheit und Erhabenheit
Göttliches Ambrosia
Menschlichkeit verzehrbereit

Euch verändert nicht die Zeit
Sondern ihr verändert sie
Ihr seid Wegweiser und Kompass
Unsterbliche Fantasie

Lebensspender und Verbindung
Unschätzbare Kostbarkeit
Ihr seid alle meine Väter
Ihr habt immer für mich Zeit!

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