Feinstoff
Unter einer Buche
In einem Totholzgarten
Warte ich und achte ich
Ganz still auf meinen Atem
Sanfte Wirbel formen sich
An meiner Nasenspitze
Und wehen warmes Prana
Durch den Leib in dem ich sitze
Mit jedem Atemzug
Trägt das Luftelementar
Eine Heiligkeit herein
Die der erste Mensch noch sah
Wo fein der goldene Stoff
Von der Scheiteldecke regnet
Ist manchem Ahnen schon
Seine Göttlichkeit begegnet
Wo Denken endlich stirbt
Und der Mensch sich selbst vergisst
Wo Wissen nicht mehr zögert
Wenn es von der Liebe spricht
Wo Antwort auf das Leiden
Nur noch sanftes Lächeln ist
Und Erlösung durch Erlöschung
Uns das große Rad zerbricht
Ja, dieser Ort ist immer
Und immer ist jetzt hier
Lass ab nach ihm zu suchen
Du trägst ihn längst in dir
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